Grußworte an die Absolvent*innen der School of Education

Liebe Alumni,

in diesem Jahr ist alles anders – auch die Möglichkeiten, Ihr erfolgreich abgeschlossenes Studium gebührend im Kreise Ihrer Familie und Freund*innen zu feiern und Ihr Zeugnis im feierlichen Rahmen entgegenzunehmen. Auch wenn alle digitalen Angebote diese persönlichen Momente nicht ersetzen können, hoffe ich dennoch, dass Sie diese als Anlass wahrnehmen, einmal bewusst mit Stolz auf Ihren erfolgreichen Abschluss eines Studiums mit dem Ziel Lehramt zurückzublicken. Zu diesem möchte ich Ihnen im Namen aller Kolleg*innen der School of Education ganz herzlich gratulieren.

 

Gerade die letzten Monate haben uns sehr deutlich vor Augen geführt, wie relevant Lehrer*innen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind. Ich freue mich daher sehr, dass Ihre Wahl auf den in meinen Augen schönsten, aber auch anspruchsvollen und herausfordernden Beruf der Lehrerin bzw. des Lehrers gefallen ist. Ich wünsche Ihnen, dass Sie sowohl im kommenden Vorbereitungsdienst als auch in Ihrem weiteren beruflichen Werdegang in vielen Momenten erleben dürfen, wie vielseitig und befriedigend es ist, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und in ihrem Lernen zu begleiten und zu unterstützen.

 

Es fällt Ihnen im Moment vielleicht schwer, positiv auf die nähere Zukunft zu blicken. Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen vor denen Schulen, (angehende) Lehrer*innen sowie ihre Schüler*innen stehen, haben Sie vielleicht Zweifel daran, ob es Ihnen gelingen wird, diese zu bewältigen. Ich bin davon überzeugt, dass das, was Sie in Ihrem Studium gelernt und erfahren haben, Ihnen dabei helfen wird, diesen Herausforderungen mit Selbstvertrauen und konstruktiv zu begegnen: Im Studium haben Sie sich lange und intensiv mit fachlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Konzepten, Theorien und Forschungsergebnissen auseinandergesetzt und ein breites diesbezügliches Wissensfundament erworben. Zu diesem Fundament gehört jenseits fachlicher Theorien und Konzepte zusätzlich etwas sehr Wesentliches, von dem ich mir wünsche, dass Sie es bewahren: Man könnte es den „wissenschaftlichen Blick“ auf Probleme und Fragen des pädagogischen Alltags nennen. Dieser beinhaltet vor allem Offenheit und Neugier, das Hinterfragen oft nur oberflächlich klarer Sachverhalte, die kritische Reflexion des eigenen Handelns verbunden mit dem Wunsch, mehr zu wissen, Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Gerade Lehrer*innen profitieren von diesem Blick, weil Lehrende notwendigerweise immer auch weiter Lernende sind. Und wer weiß? Vielleicht entwickelt sich so bei der einen oder dem anderen auch die Motivation, sich mit Fragestellungen, die aus dem „wissenschaftlichen Blick“ auf Praxis entstehen, intensiver forschend auseinanderzusetzen und an „ihre“ Universität zurückzukehren.

 

Was auch immer Ihre Pläne für die nahe und weitere Zukunft sind: Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg und viel Freude bei deren Gestaltung.

 

 

Ihre

Susanne Buch

Grüße und Glückwünsche aus der Uni