Grußworte an die Absolvent*innen der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften

Liebe Absolvent*innen,

lassen Sie mich mit dem Wichtigsten beginnen: Das gesamte Dekanat und alle Lehrenden der Fakultät 1 gratulieren Ihnen herzlich zum erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums. Jetzt sind Sie einen großen Schritt weiter auf Ihrem Weg in die Berufstätigkeit, zu einem der vielen Masterstudiengänge oder zu einer Promotion. Seien Sie stolz auf sich und halten Sie inne, um dieses Ende eines wichtigen Lebensabschnitts gebührend zu feiern.

 

Wir alle ahnen, dass es auch bei Ihnen Momente gegeben haben wird, in denen Sie sich gefragt haben, ob sie nicht besser alles hinwerfen sollten. Vielleicht haben Sie sich auch mitunter gefragt, ob Sie mit dem Gelernten wirklich jemals etwas werden anfangen können. Hin und wieder haben Sie sich mit Sicherheit auch über den einen oder die andere von uns erheblich geärgert. Jetzt aber können Sie sich gewiss sein, dass diese negativen Momente in kürzester Zeit zu positiven werden, denn sie haben Sie wachsen lassen. So bemerkte schon Winston Churchill völlig zu Recht: „Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“

 

An kaum einem anderen Ort bekommt man einen so großen Freiraum, um zu wachsen und sich so, wie man möchte, zu entfalten. Und an kaum einem Ort ist das in dem Maße möglich wie an einer geistes- und kulturwissenschaftlichen Fakultät. Hier haben Sie die Chance bekommen, in Ihren von Ihnen selbst gewählten Fächern zu lernen, zu streiten, zu diskutieren, Freunde fürs Leben kennenzulernen und möglicherweise ergab sich sogar mehr als das. Sie werden an all diese Situationen bald und hoffentlich sehr lange mit einem Lächeln zurückdenken – ebenso wie an die vielen Treppen, die Sie laufen durften, das Labyrinth, zu dem unser Gebäude und auch die Institution Universität so manches Mal werden kann, die Türen auf den Gängen, die umso schwerer zu öffnen sind, je eiliger man es hat, der Kiosk, vor dem sich bereits vor Corona-Zeiten oftmals lange Schlangen gebildet haben, der kalte Wind im Winter, der einem das Warten auf den Bus ewig erscheinen ließ, die Technik in den Hörsälen, die immer genau dann nicht funktioniert hat, wenn es wichtig gewesen wäre, das Warten im Kopierraum der Bibliothek usw. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie noch viel von solchen Erinnerungen mit sich tragen werden.

 

Ebenso ist Ihnen zu wünschen, dass Sie mit dem Ende Ihres Studiums wissen, wo die weitere Reise hingeht. Sicherlich werden nicht alle von Ihnen bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, aber seien Sie gewiss, dass dies genauso sicher kommen wird wie Ihr Abschluss, sofern Sie mit der gleichen Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit auf Ihr Ziel hinarbeiten.

 

Behalten Sie uns in guter Erinnerung, oder noch besser: Bleiben Sie uns erhalten – durch Präsenz, durch Mitgliedschaft in einer Alumni-Vereinigung, durch das Besuchen von Veranstaltungen. Beraten Sie andere angehende Student*innen in Hinblick auf ein Studium bei uns, empfehlen Sie uns weiter.

 

Unabhängig davon, wie verbunden Sie uns bleiben werden, wünschen wir Ihnen für Ihre Zukunft alles nur erdenklich Gute, Glück, Erfolg und – natürlich – Gesundheit. Vor allem aber: Verlieren Sie niemals Ihre Begeisterung.

 

Herzlich,

 

Prof. Dr. Ursula Kocher

Dekanin der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften

Grüße und Glückwünsche aus der Fakultät